AktuellesKein Anspruch auf Maklercourtage bei Nachlässigkeit

29. August 2019

Kein Anspruch auf Maklercourtage bei Nachlässigkeit

Gibt ein Makler einem Kaufinteressenten falsche Informationen, die die Kaufentscheidung beeinflussen, verliert er seinen Anspruch auf Maklercourtage. Im vorliegenden Fall waren die falschen Informationen die Folge einer schlechten Organisation der Büroabläufe.

Der Fall: Makler ist schlecht organisiert
Der Kaufinteressent legte Wert darauf, nach Abstimmungsmodus und Anzahl der Miteigentümer der Wohnungseigentümergemeinschafft nicht überstimmt werden zu können. Der Makler bestätigte dies leichtfertig, woraufhin es zur Kaufentscheidung kam. Zudem versicherte er dem Interessenten, dass es keine Teilungserklärung gebe. Im Nachhinein stellte sich heraus, dass die Abstimmung nicht nach Kopfteilen, sondern nach Eigentumsanteilen erfolgt und dass bereits eine Teilungserklärung vorliegt. Beide Informationen hatte der Sohn des Maklers, mit dem dieser zusammenarbeitet, bereits vorliegen.

Das Urteil: Keine Courtage
Das Oberlandesgericht Koblenz wies den Makler ab und verwehrte ihm damit den Anspruch auf seine Courtage. In der Begründung heißt es, der Makler habe seine Abläufe so zu organisieren, dass ein ordnungsgemäßer Informationsaustausch stattfindet. Weiterhin hätte er dem Kaufinteressenten offenlegen müssen, dass er nicht über die nötigen Informationen verfügt. [OLG Koblenz, 2 U 1482/18]

Aktueller Beitrag

Immobilien

04.04.2020

Jetzt neu: Haus zum Kauf in Groß-Rohrheim

HANDWERKER AUFGEPASST Ärmel hochgekrempelt und los geht’s! Dieses Einfamilienhaus mit historischer Scheune muss hinsichtlich der Raumaufteilung neugestaltet und saniert werden. Danach aber bietet es genügend Raum für bis zu vier Personen. Auch das kleine Nebengebäude bietet nach Sanierung Platz für eine kleine Werkstatt oder nach eventuellem Abriss Platz für etwas Grün. Wenn die Mauern der […]

weiterlesen

Zurück zur Übersicht